Ich auf Reisen
Seit dem 02. September bin ich endlich wieder unterwegs...und am 12 Oktober wieder zu Hause.
Startseite | Profil | Archiv
Posted at 07:24, 20.09.2007
Ein froehliches Hallo aus Singapur,
ich bin wieder in der Zivilisation. In den letzten Tagen war ich auf Pulau Perhentian an der Norostkueste von Malaysia. Es ist eine schoene kleine Insel, auf der man einfach nur ausspannen oder tauchen kann. Strohm gibt es nur Nachts von 18:30 bis 8:00. ansonsten bleibt es dunkel. Ich war sogar einmal tauchen...einfach super. Die einzigen Fortbewegungsmittel sind uebrigens Boote. Man koennte noch nicht mal Fahrrad fahren, wenn man wollte, denn es gibt keine Strassen...nur Pfade durch den Dschungel.
An alle, die von dem Flugzeugabsturz glesen haben: ich war zu der Zeit schon in Malysia und meine Fluggesellschaft fuer die Fluege nach/auf Borneo (AirAsia) ist genauso sicher, wie europaeische Fluglinien. Macht euch also keine Sorgen.
Ich werde es mir jetzt bis Sonntag in Singapur gut gehen lassen und dann geht es auf nach Borneo zum Tauchen.
Bis dahin...sonnige Gruesse nach Hause
Posted at 04:51, 12.09.2007
Hallo an alle,
wundert euch nicht, wenn ihr hier nichts von mir lesen koennt, aber ich habe gemerkt, dass ich einfach keine zeit habe, um hier etwas vernuenftiges rein zu schreiben.
Mir geht es gut und auch den Tsunami hat man hier in Malaysia nicht bemerkt. Ja, ich bin mittlerweile in Malaysia.
Naechste Woche geht es nach Singpur weiter und am 12.10. bin ich wieder zu hause.
Liebe Gruesse
Zurück in Bangalore
Posted at 01:35, 13.12.2006
Ich wollt nur kurz berichten, dass ich wieder wohlbehalten in Bangalore angekommen bin. Morgen gibts es mehr ueber Kuala Lumpur und die Fotos.
Pulau Pankor, Malaysia
Posted at 02:38, 8.12.2006
Ich bin auf Pulau Pankor angekommen - einer richtigen Trauminsel. Hier gibt es einsame Buchten. Bunte Fische im Wasser und ganz viele Haengematten und Schaukeln am Strand. Es ist traumhaft. Die Insel ist ein beliebter Ferienort fuer die Malayen aus Kuala Lumpur, aber ist trotzdem nicht zu ueberlaufen. Wir sind heute die Klippen entlang geklettert bis wir ein schoenes Plaetzchen am Meer gefunden haben.
Am liebsten wuerde ich noch laenger bleiben, aber leider geht ja am Sonntag mein Flieger..schade. Der Fisch heute auf dem Teller kam direkt aus dem Meer. Lange hats bestimmt nicht gedauert zwischen Riff und Teller. Hier kann man ueberall entlang des Meers in kleinen Garkuechen sitzen und essen. Frischer gehts nicht und es ist super lecker.
Ich werde von Bangalore aus Fotos einstellen und mehr schreiben.
Melakka, Malaysia
Posted at 04:14, 6.12.2006
Gestern mittag sind wir von Singapore aus mit dem Bus Richtung Malaysia gestartet. Ich habe die anderen aus der Uni zurueck gelassen (sie sind nach Kuala Lumpur weiter) und bin mit einem anderen aus dem Hostel gefahren. In Melakka angekommen sind wir erst mal im haesslichen Hafenviertel gelandet. Uns ist gesagt worden, dass hier die meisten Hostels sind. Das mag auch richtig sein...nur..es ist eine ziemlich haessliche Gegend. Melakka an sich ist in der Stadtmitte (durch die man in 3 Min gelaufen ist) ein suesses kleines Nest fuer malayische Touristen. In der Woche ist es hier recht leer, so dass wir auch die Wahl des Schlafplatzes hatten. Wir wohnen in einem kleinen chinesischen Hotel. Ich glaube wir nehmen der Familie gerade den Schalfplatz weg und wir duschen auch im Bad der Familie. Egal.. man gewoehnt sich an alles ;-)
Heute sind wir zu einer kleinen Insel gefahren und haben es uns dort am Strand garen lassen. Die Insel heisst "Paradise Island" und ist bestimmt auch ein kleines Paradies hier (nur das Wasser koennte sauberer sein). Es gibt ein Resort dort, dass aber vollkommen verlassen war. Die einzigen Menschen waren glaube ich die Angestellten und deren Kinder. Um 16:30 sind wir wieder zurueck und haben unsere Bus-Tickets fuer morgen gekauft und waren bei Tesco anstaendig shoppen. Der Supermarkt ist hier genause, wie zu Hause. Nur die Produkte sind gemischt aus europaeischen, malayischen, chinesischen und indischen. Es ist ein lustiger bunter Mixmax.
Die Menschen hier sind alle super freundlich. Jeder gruesst einen und wenn sie etwas entfernt sind rufen sie einem etwas zu und winken. Sie freuen sich dann unheimlich, wenn man auch freundlich zurueck winkt. Nach den unfreundlichen Menschen in Indien musste ich mich erst mal daran gewoehnen, aber so langsam gehts. Jeder hilft einem hier weiter...ganz ohne Geldgedanken. Als wir heute am Bus standen kam sogar einer vorbei und hat uns abgeboten in die Stadt zu fahren, wenn kein Bus kommt. Ich denke er wollte dann doch etwas Geld haben, aber er schien wirklich besorgt, dass wir sonst nicht mehr von dort wegkommen.
Bevor ich hier angekommen bin dachte ich eigentlich, dass Malysia nicht so ein fortschrittliches Land ist. Da merkt man wieder, was wir fuer Vorurteile haben nur weil wir etwas nicht kennen. Hier ist alles modern. Die gleichen Autos, Klimaanlage, Computer in InternetShop mit skype und Kamera, Supermaerkte wie zu hause, Handyklingeln an jeder ecke..und und und. Ich haette auch nicht gedacht, dass in einem so streng muslimischen Land alle Menschen so aufgeschlossen sind. Ich kann hier auch ohne Bedenken in kurzen Shorts und T-Shirt herum laufen oder mit dem Bikini am Strand liegen, ohne, dass ich staendig komisch angeguckt werde. Nach den Erfahrungen in Indien tut das richtig gut. Ich glaube ich habe alles richtig gemacht. Die Reise nach Singapore und Malaysia war bisher ein voller Erfolg.
Ach ja... heute abend waren wir richtig lecker essen. Ich weiss nicht aus welchem Land es kam, aber es war super. So eine Art Suppe mit Chili und Kokos und darin Meeresgetiers, Nudeln und Gemuese...hmmm. Als Nachtisch hatten wir dann etwas ganz besonderes. Pommes mit Staebchen. Das hat wirklich was. Sollte ich haeufiger machen ;-) Morgen geht es dann weiter gen Norden. Das Ticket hab ich schon. Bus-Tickets kaufen ist hier voellig problemlos und schnell. Die Busse gehen ueberall hin und die Strassen sind auch super. Es gibt sogar Blumenbeete an der Autobahn und alle Buesche und Rasenflaechen sind gepflegt.
Morgen gibts dann neues von der Insel...
Singapore
Posted at 04:08, 6.12.2006
Singapore war einfach nur schoen. Die Stadt ist so sauber und aufgeraeumt, dass es nach Indien der reinste Genuss war. In der Stadt gibt es immer was neues zu sehen und fuer Shoppoholics ist es ein Paradies. Es grenzte eine Mall an die naechste, so dass es mir schon zu viel wird. Aber... ich habe gefunden, was ich wollte: endlich Treckingschuhe und eine neue Speicherkarte. 128 mb sind doch etwas zu klein fuer 10 Tage ;-).
Wir haben in einem Backpackerhostel geschlafen, dass sich "Sleepy Sams Guesthouse" nennt. Es war urgemuetlich und sooo sauber. Dazu habe ich vorher nicht geglaubt, dass es so leise sein kann, wenn ca. 40 Leute in einem grossen Raum schlafen, der nur durch halbe Waende getrennt ist; aber es war super. Einfach alles perfekt. Sam hat auf jedes Detail geachtet. Wenn einer spaeter ankommt druckt er z.B. Zettel aus, die er an das jeweilige Bett haent: Hallo xyz... ich bin dein Bett und ich warte auf dich - oder so aehnlich. Ich werde Fotos einstellen, wenn ich zurueck in Bangalore bin. Dass ist ja leider (nur halb leider) schon naechsten Montag. Sonntag abend geht mein Flug von Singapore aus zurueck nach Bangalore.
lang lang ists her...
Posted at 12:13, 2.12.2006
...dass ich geschrieben habe. Die letzten Wochen in der Uni waren etwas stressig. Ein Assignment folgte auf das andere, dann Klausuren, und, und, und. Aber jetzt ist alles vorbei und ich bin letzte Nacht nach Singapur geflogen. Hier ist es einfach super. Ich werde irgendwann spaeter noch mal mehr schreiben, aber ich wollte euch schon mal wissen lassen, dass es mir gut geht.
Gorkarna und Palolem
Posted at 03:56, 27.10.2006
Die Fotos sind da!!!
Ich bin am Diestag direkt nach meinem Quiz von Bangalore nach Goa geflogen. Der Flug war mit Kingfisher und ich muss sagen: dagegen kann die Lufthansa einpacken. Alles war perfekt - perfekter Service - perfektes Essen - und wir sind sogar 10 Min zu frueh gelandet. Der Flughafen in Goa ist richtig suess. Es sieht eher aus wie ein kleiner Bahnhof in Deutschland. Vom Flughafen aus habe ich dann ein Taxi zum naechstgroesseren Ort genommen um Zeit zu sparen. Danach ging es dann mit drei verschiedenen Bussen weiter nach Gokarna. Das ist ein kleiner idyllischer Ort direkt am Meer im Norden von Karnataka. Dort habe ich zwei von den Anderen getroffen. Ich bin alleine dort runter gereist und ich muss sagen: ich habe nur nette Leute getroffen. Alle wollten mir helfen und warem immer freundlich. Ich habe mich die ganze Zeit sehr sicher gefuehl. Eins braucht man zum Ueberleben in Indien und mit indischen Bussen aber wieder: das Vertrauen, dass alles gut gehen wird. Ich konnte den Bussen naemlich nicht ansehen, wo sie hin fahren und auch nicht, ob es ein Express-Bus, oder ein Bummel-Bus ist. Aber... wie immer... ich bin angekommen und das sogar ziemlich zuegig. Fuer 110 km habe ich nur 4 Stunden gebraucht. Das ist in Indien mit oeffentlichen Bussen und 3 mal umsteigen super.
In Gokarna kann man super am Strand ausspannen. Ueber ein paar Felsen geklettert und 20 Minuten gelaufen und der Strand ist fast menschenleer. Hier macht es auch nichts im Bikini schwimmen zu gehen. Das war in Mamalapuram nicht so toll. Wir sind dann noch einen vollen Tag dort geblieben und haben die Sonne und das gute indische Essen genossen...hmmm.
In Gokarna habe ich nicht so viele Fotos gemacht, weil wir immer 20 Minuten bis zum nächsten fast menschenleeren Strand gelaufen sind. Eine Kamera sollte man auch dort nicht liegen lassen ;-) Deshalb nur dieses Fotos mit dem Bick aus meinem Hotelzimmer.

Gestern (Donnertag) morgen haben wir dann den 8:15 Express-Bus in Richtung Palolem genommen. Schon wieder hat alles super geklappt. Es hat sich gelohnt so frueh aufzustehen, denn ab 10 Uhr wird es unertraeglich heiss und schwuehl. Dann kann man eigentlich nur noch im Schatten am Strand liegen, was wir dann auch ausgiebig getan haben. Der Strand hier ist ein richtiger Traumstrand (die Fotos werde ich noch einstellen). Palmen direkt am Strand und es ist verboten feste Haeuser zu bauen. Entlang des Strandes gibt es Huetten zum Uebernachten. Sie sind einfach gehalten... auf Staeben und nur mit einem einfachen Bett. Es ist so aehnlich wie auf einem Campingplatz; nur viel schoener. Dies ist meine Hütte und das daneben gelegene Restaurant:

Wie gesagt liegt alles direkt am Strand. Man kann quasi aus dem Bett ins Wasser fallen.

Wie überall in Indien gibt es ganz viele Hunde und Kühe am Strand. Deshalb ist der Strand auch nicht ganz so sauber, wie man ihn gerne hätte. Nach zwei Monaten Indien haben wir uns aber an die veränderte "Sauberkeit" gewöhnt.

Der Sonnenuntergang ist traumhaft. Es ist so schoen, dass wir uns entschieden haben laenger zu bleiben.

In Palolem gibt es ganz viele gute Restaurand. Wegen der vielen Touristen gibt es auch einige gute europäische. Wir haben zwei italienische Restaurants ausprobiert. In dem einen gab es eine super Pizza und die Pasta war auch nicht zu verachten. Nach zwei Monaten Uni-Mensa habe ich gutes Essen sehr schätzen gelernt ;-) Das eine Restaurant hatte einen allagendlichen Gast. Die Kühe hier sind schlau. Diese holte sich jeden abend ihr Betthupferl.
Ab morgen bin ich in Goa
Posted at 04:12, 23.10.2006
Die Midterms sind vorbei und morgen muss ich noch ein Quiz schreiben. Morgen um 13:30 werde ich in den Flieger nach Goa springen und ein paar Tage ausspannen. Am Sonntag bin ich dann wieder zurück in der Uni und werde alle Einträge von letzter Woche (wir waren auf einer Modenschau und dieses Wochenende war Diwali) nachliefern. Es gibt bestimmt auch einige spannende Dinge von Goa zu erzählen.
Ich wünsche euch Allen eine schöne Woche. Ich werde euch dann nächste Woche neidisch machen ;-)
Ich will nicht mehr!!!!!!!!!! Hilfeeeeeeee!!!!!
Posted at 06:40, 12.10.2006
Also manchmal kriegt man hier an der Uni einfach zu viel. Es erscheint mir (und nicht nur mir) gerade so, als wenn wir Leibeigene der Uni sind. Hier wird erwartet, dass wir 24 Stunden am Tag präsent sind und das mit 100% Einsatz.
Wir haben einen Harley-Davidson Case zu bearbeiten. Eigentlich eine Interessante Sache. Nur...
Bis jetzt waren wir der Meinung, dass jeder den Case alleine bearbeiten soll und ihn dann per Mail an den Prof schickt. Doch... nicht so in Indien. Der Prof hat heute abend um 21 Uhr seine Meinung geändert und über den Kurssprecher ausrichten lassen: Es ist eine Gruppenarbeit! So weit so gut.. man könnte meinen, dass es jetzt weniger Arbeit ist. Doch nein... wir sind in Indien. Die Inder haben noch nicht einmal die erste Seite gelesen. Wir müssen die Analyse ja schließlich erst morgen um 17 Uhr abgeben. Wir braven deutschen Studenten haben ihn natürlich schon gelesen und auch schon die erste Aufgabe bearbeit. Jetzt fängt also das Gerenne an: Wann treffen wir uns? Wer macht was? Wer hat welche Meinung?
Geht das über Nacht? Ich weiß noch nicht wie!!!
Deshalb sagen wir alle: Ich will nicht mehr!!! Ahhhhhhhhhhhhh!!!!!!!
Das ist ja schließlich nicht das erste mal, dass die Organisation hier so abläuft. Noten müssen einem hier egal sein, sonst dreht man durch. Meine Lösung war jetzt einfach jene: Ich habe mit dem zweiten Deutschen in meiner Gruppe besprochen, dass wir die ersten beiden Aufgaben bearbeiten. Das werden wir bis heute Nacht um 1:00 fertig haben. Dann schicken wir das ganze zu den Indern und die fügen dann den Rest hinzu (Ich hoffe das klappt.). Die Inder schicken es dann zum Prof.
Ich kann mich noch daran erinnern, dass wir im letzten Semester der Meinung waren, dass die Cases in SCM viel Arbeit waren. Lasst es euch sagen: gegenüber diesem Durcheinander hier war es gar keine Arbeit. Wir hatten schließlich mehr als 17 Stunden Zeit. Und bis 1:00 Uhr nachts haben wir auch nicht dran gesessen. Hier kommt man so gut wie nie vor 1:00 Uhr ins Bett. So... jetzt bin ich mit der zweiten Aufgabe dran. Wir haben gerade 22:05.
Ich wünsche eine gute Nacht ;-)
Dussehra Festival
Posted at 05:24, 10.10.2006
Am 02.10. ist das oben benannte Festival zu Ende gegangen. Das Fest geht über zwei Wochen und am letzten Tag wird groß gefeiert; in einigen Städten auch mit einer Parade. Hier in Bangalore gibt es keine Parade, weil die Stadt nicht die ganzen Straßen sperren möchte. Es gibt hier einfach zu viel Verkehr. Dafür ist aber für jeden Stadtteil so etwas wie ein Stadthaus eingerichtet worden, in dem sich die Nachbarschaft trifft. Die Fotos unten habe ich ganz hier in der Nähe aufgenommen. Ich bin mit einer indischen Studentin hin gefahren und habe mir alles erklären lassen. Leider ist es zu viel Geschichte, als dass ich hier alles wiedergeben könnte. Nur so viel: Die Figuren auf dem Foto sind alles Nachbildungen von Hindu-Göttern. Zu jedem gibt es eine Geschichte. Zusätzlich ist jedem Gott ein Tier zugeteilt. Wenn ihr das Foto vergrößert, könnt ihr sie vielleicht erkennen. Es müssten fünf sein. Der rosa "Elefant" nicht mitgerechnet. Das ist auch ein Gott.  Vor den Göttern ist ein Altar aufgebaut, auf dem Sandelholz verbrannt wird. Es hat unheimlich gut gerochen in dem Haus. In das Feuer werden die Opfergaben gegeben. Verschiedene Blüten und Blätter. Die Besucher, die dort hin kommen bekommen alle eine kleine Süßigkeit aus Butter, Zucker und Gewürzen in die Hand gedrückt. Das soll Glück in der Zukunft geben. Rechts und links von dem Altar sind zwei Schalen aufgebaut. In einer ist eine Süßigkeit, welche die Gläubigen essen, bevor sie etwas anderes zu sich nehmen. In der anderen Schale liegen bunte Blütenblätter, die man mitnimmt und nicht verlieren darf. Auch diese Blüten bringen Glück. Es sollen alle Wünsche in Erfüllung gehen. Mich hat das ein wenig an das christliche Abendmahl und Weihwasser erinnert. Mit einem kleinen Unterschied: auch ich habe die Süßigkeit und Blütenblätter bekommen. Ganz selbstverständlich. Ich habe mich dort sehr wohl gefühlt und hoffe, dass alle meine Wünsche in Erfüllung gehen. In Mysore wird das Ende des Festivals etwas größer gefeiert. Deshalb sind wir am 02.10. morgens per Bus aufgebrochen. Es gibt eine große Elefantenparade, welche durch die ganze Stadt zieht. Einige Franzosen sind schon am Sonntag nach Mysore gefahren. So mussten wir nur noch dort hin kommen, wo sie sind und haben alle Neuigkeiten mitgeteilt bekommen. Wir haben uns vor dem Palast in Mysore getroffen. Die Anderen sind vorher schon von einem Fotografen angesprochen worden, der dringend ein europäisches Paar für Fotos benötigt. Wir haben dann ausgehandelt, dass mehr als zwei von uns mit in den Palast dürfen. Leider war es immer noch nicht genug, denn wir waren zu zehnt. Also haben wir weiter verhandelt. Wir sind schließlich in Indien! Lange Rede kurzer Sinn; wir standen vor dem Tor, dass den Eingang zum Palast bildet (linkes Bild). Mit uns stand dort eine größere Menschenmenge. Die Karten um herein zu kommen kosteten mittlerweile ca. 100 EUR. Für die meisten Inder ist das unerschwinglich. Also suchen Sie nach anderen Wegen, um in den Palast zu gelangen. In Indien geht das so: alle stehen vor dem Tor und irgendwann beginnt die Masse sich durch das Tor zu quetschen. Die Polizisten werden einfach überrannt. Auch wir sind so in den Palast gelangt. Sport ist doch zu was gut. Ich musste mich ganz schön an den Mauer abstützen um nicht dagegen gequetscht zu werden. Den letzten Meter habe ich überwunden, indem ich mich am Rucksack meines Vordermannes festgehalten habe und mich habe mitziehen lassen. Das rechte Foto habe ich von drinnen gemacht. Das ist das Tor von der anderen Seite. Einmal durch das Tor gequetscht und die Menschenmassen waren verschwunden. Die armen Polizisten!!! Die Polizisten in Indien sind ganz schön aggressiv. Aber wenn man einmal einen Polizisten zusammen mit 40 Indern überrannt hat, kann man das auch verstehen. Bei der Parade habe ich mich gefühlt, wie auf einem Kölner Karnevalszug. Es ist nur etwas heißer und stinkiger. Und noch was ist gleich: alle wollen immer weiter nach vorne und irgendwann kommen die Wagen nicht mehr durch. So auch in Indien. Nur, dass die Polizisten einen nicht lange bitten zurück zu gehen. Sie schlagen einfach mit Stöcken auf die Menge ein und treiben sie wie Vieh zurück. Zum Glück stand ich nicht ganz vorne. Wir waren mittendrinn und ich habe mich ziemlich erschrocken. Zum Glück war ein Inder dabei, der wusste was vor sich ging. Ich bin nicht hingefallen und mir ist auch keiner auf den Fuß getreten (Sandalenfüße). Alles in allem war es ein schönes Erlebnis. Elefanten gibt es ja in Köln nicht. Das nächste Mal werde ich aber doch den Kölner Karneval bevorzugen. Die Polizisten sind einfach netter ;-) Die beiden, die zu den Fotoaufnahmen gegangen sind mussten letztendlich auf einem Wagen mitfahren. Vier Stunden durch die Hitze Indiens. Sie hatten keine Karnevalserfahrung :-) Ich hätte mich geweitert. Fotos kommen nach
Mein Lieblingsplatz
Posted at 04:02, 10.10.2006
Dies ist einer meiner Lieblingsplätze in der Uni: das Cafe Coffee Day. Hier gibt es richtig leckren Milchkaffee und die Mandel-Muffins sind auch nicht zu verachten. Meistens ist es hier leer, so dass man auch was zum Lesen mitbringen kann.  Cafe Day ist immer wie eine Oase. Leise, ruhig, einfach zum Ausruhen. Dabei ein leckrer Kaffee...hmmm..lecker. Cafe Day ist eine sehr bekannt Kette in Indien. Es ist vergleichbar mit Starbucks. In Bangalore gibt es nach Schätzungen von meinem Buddy 15 Cafe Days - wahrscheinlich noch mehr. Die Preise sind leider auch wie bei Starbucks, aber für uns deutsche geht das zum Glück immer noch. Ein Kaffee kostet 0,50 - 1,00 EUR. Für indische Verhältnisse ist das unheimlich teuer. Der indische Kaffee in der Uni kostet 0,10 EUR. Gestern abend waren wir im Cafe Day in der Stadt und haben ein großes Stück warmen Schokokuchen mit heißer Schokoladensoße gegessen...hmmm. Ihr seht: ich verhungere nicht.
Reiseplanung - Info an Indienreisende
Posted at 03:42, 9.10.2006
Wir haben heute schon mal geplant, wo wir nach dem Term hinfahren. Dabie gibt es ein kleines Problem.
Wichtig für alle, die nach Indien kommen wollen!
Momentan gibt es eine Krankheit in Kerala, die von Mücken übertragen wird (weiß nicht genau wie sie heißt - muss ich noch checken). Es sind laut Zeitungsberichten bereits 60 Menschen daran gestorben. Unser Gefühl ist, dass die indischen Medien eher unter- als übertreiben. Deshalb werden wir etwas vorsichtig sein. Wir wollten eigentlich für eine verlängertes WE nach Kerala fahren. Das werden wir auf jeden Fall nicht tun. Zum Glück sind wir hier in Bangalore sicher. Hier gibt es nur ganz kleine Mücken, die keine direkten Krankheiten übertragen. Bangalore liegt auf ca. 1000 m. Den Mücken ist es hier zu kalt. Unser Glück ;-)
Jetzt ist die große Frage? Kann man im Dezember nach Kerala? Ist da alles vorrüber, oder haben sich die Mücken bis Goa ausgebreitet? Bis jetzt kann man das wohl noch nicht ganau sagen. Ich bin über jegliche Info dankbar. Bitte schickt mir alles, was ihr findet. Vielleicht berichten ja auch die deutschen Medien. Macht euch keine Sorgen um mich. Hier in Bangalore ist es den Mücken wirklich zu kalt. Nachts ist es sogar mir zu kalt, wenn ich meine Jacke vergessen habe.
Puuhh...erste Hürde geschafft.
Posted at 03:25, 9.10.2006
Ihr habt euch ja sicherlich gewundert (einige haben es mir gesagt), warum ich die ganze Zeit nichts geschreiben habe und wieso ich mich gar nicht gemeldet habe. Hier in Indien ist das Arbietspensum ein wenig höher. Ich hatte innerhalb von einer Woche folgendes zu schreiben. - Eine Hausarbeit über 15 Seiten - Topic Text-Mining für Business Data Mining
- Eine Simulation in "Enterprise Resouce Planning" und ein Paper, was ich daraus gelernt habe
- Lernen für ein Quiz heute morgen in "Customer Relationship Management"
- Alles, was dazwischen so anfällt: Lesen, Vorlesung, Lesen
oh powercut... gut, dass ich einen Laptop habe ;-) Wir stönen hier gerade alle. Es ist doch nicht normal, dass man im Auslandssemester mehr arbeitet, als zu Hause, oder? Wo ich gerade dabei bin. Meine Kurse hier sind: - Business Data Mining & Decision Models
- "Enterprise Resouce Planning" (mit SAP)
- "Customer Relationship Management"
- Econometrics (mit SPSS)
Vier Kurse sind das Minimum. Am Anfang hatte ich noch überlegt, ob ich einen weiteren Kurs nehmen soll, aber jetzt bin ich froh, dass ich es nicht getan habe. Vier reichen voll und ganz. Nächste Woche sind die Mid-Term Exams. Zum Glück habe ich davon nur eins in Econometrics. Ein Gutes gibt es hier in der Uni. Der Kontakt zu den Profs ist super. Ich habe den Econometrics-Prof heute gefragt, ob er ein gutes Buch weiß und er hat mir darauf hin angeboten mit mir zusammen im Computer-Center zu lernen. Das ist doch mal was, oder? So was wünsche ich mir in Köln!
Kurswahl und Zeitmanagement
Posted at 08:18, 22.09.2006
Das Prozedere der Kurswahl war auch wieder typisch für die Arbeitsweise hier. Es war klar, dass wir bis Freitag abend unsere Kurse festlegen mussten. Nur war uns leider lange nicht klar wie. Das Academic Council hat dann festgelegt, dass wir die Kurse per E-Mail an sie wählen müssen. Die E-Mail sollte bis spätestens um 17 Uhr an dem Tag eingegangen sein. So gegen 12 Uhr am besagten Freitag kam eine E-Mail, dass wir doch bitte keine Mail mehr schreiben sollen, da zu viele E-Mails eingegangen sind. Man lasse es sich auf der Zunge zergehen. Es waren zu viele E-Mails. Ich schätze, dass es so um die 60 Mails waren, denn so viele Austauschstudenten sind wir. Eigentlich hätte das doch vorher klar sein können, oder? Na ja, der neue Termin war abends um 22 Uhr. Wir sollten alle ins Computer Center kommen und dort unsere Kurse wählen. Das hat dann auch alles so weit ganz gut geklappt. Gegen 24 Uhr waren wir dann fertig und hatten Unifrei.
Die Zeiten sind hier übrigens normal. Ich habe erfahren, dass man sich für manche Klausuren persönlich anmelden muss und das kann dann auch schon mal nachts von 2 bis 3 Uhr sein. Es heißt: das IIMB schläft nie. Ich werde mich in Köln bestimmt nicht mehr über Vorlesungen bis 20 Uhr beschweren ;-) Der Samstag ist hier eh ein ganz normaler Wochentag, an dem ich auch eine Vorlesung habe. Organisatorische Mails erhalte ich ganz oft erst nach Mitternacht.
E-Mails checken ist hier ganz wichtig. Auch wichtige organisatorische Mitteilungen kommen oft erst kurz vorher per Mail. Man muss immer auf der Hut sein und ständig fragen. Mund zu Mund Propaganda ist auch ganz wichtig. Irgendwann hat man dann hoffentlich alle notwendigen Infos. Man lernt aber nie aus.... das kann einem manchmal ganz schön auf den Geist gehen.
Hauptverkehrsmittel
Posted at 07:00, 22.09.2006
Für alle, die es noch nicht wissen: dies ist das Hauptverkehrsmittel in Bangalore. Die Autorikshaw  Manchmal gibt es die auch als LKW.  Es sind diese kleinen dreirädrigen Gefährte, die auf ganz vielen meiner Fotos zu sehen sind. Es ist immer wieder klasse damit zu fahren. Der Fahrer nutzt jede noch so kleine, kaum vorhandene Lücke aus, um schneller zu sein, als die anderen. Huuuup!!! Am allerlustigsten ist es, wenn man zu ganz vielen ist. Das letzte Mal hatten wir so ca. sechs Rikshaws. Natürlich sind wir nicht alle zur gleichen Zeit angekommen. Leider auch nicht am gleichen Ort, denn die Fahrer können meist nur ein paar Brocken Englisch. Unser Fahrer hat uns einfach irgendwo ausgesetzt, als er nicht mehr weiter wusste. Wir mussten dann erst einmal, durch Fragen in den Geschäften, rausbekommen, wo wir eigentlich gerade sind. Zum Glück waren wir gar nicht so weit von unserem Zielort entfernt. Nach einigem Suchen haben wir uns dann auch alle gefunden und konnten endlich essen gehen. Die Fahrer haben ein unheimliches Vertrauen darauf, dass sie schon irgendwie am richtigen Ort ankommen werden und mit dem Gedanken sollte man auch einsteigen. Man lässt sich einfach von dem Verkehr mitziehen. Es hätt noch immer alles joot gejange!!! ;-)
So wohne ich
Posted at 09:39, 14.09.2006
Das ist übrigens mein Zimmer. Um einen Maßstab zu nennen: es ist eines der komfortableren an der Uni. Mittlerweile habe ich mich eingewöhnt und finde, dass man es hier aushalten kann. Wenn es nicht gemütlich ist, muss man es sich eben gemütlich machen. Ich muss noch mal losziehen und Vorhänge kaufen. Seht ihr die schönen Blümchen auf den IIM-Vorhängen? Die Fotos muss man der Reihe nach von oben links nach oben rechts und dann unten in der gleichen Reihenfolge sehen. Wenn man in den zweiten Stock hoch kommt, sieht man den Eingang zu zwei Appartments. Das linke ist unsereres. Auf dem zweiten Foto ist man dann schon in unserem "Wohnzimmer" und sieht meine Tür. Und dann ist man auch schon im Zimmer. 
{ Vorherige Seite } { Nächste Seite }
|